Zum Inhalt springen

Floorball erklärtZum ersten Mal in der Halle?

Floorball – in Österreich lange Unihockey genannt – ist das schnellste Hallenspiel mit Schläger und Ball. Wer zum ersten Mal zusieht, versteht die Hälfte von selbst. Für die andere Hälfte stehen hier fünf Minuten Lesestoff.

5 + 1
Spieler je Mannschaft auf dem Feld
fünf im Feld, einer im Tor
3 × 20
Minuten
drei Drittel, dazwischen Pausen
40 × 20
Meter Spielfeld
ringsum eine Bande, halb so groß wie ein Fußballfeld

WAS DU SIEHSTWarum es so schnell wirkt

  • Der Ball bleibt im SpielRund um das Feld steht eine niedrige Bande. Es gibt kein Aus und keinen Einwurf – der Ball springt zurück und es geht weiter. Deshalb wirkt Floorball ununterbrochen schnell.
  • Gewechselt wird im LaufenGanze Blöcke tauschen alle ein bis zwei Minuten, mitten im Spiel und ohne Unterbrechung. Wer gerade heraussprintet, hat nicht aufgegeben – er ist fertig.
  • Der Torhüter hat keinen SchlägerEr spielt auf den Knien und fängt mit den Händen. Das sieht ungewohnt aus und ist die schwerste Position auf dem Feld.
  • Kein Körpereinsatz wie im EishockeyChecks gibt es nicht. Um den Ball darf man Schulter an Schulter kämpfen – schieben, halten oder von hinten angehen wird gepfiffen.

WARUM PFEIFT DER?Die vier häufigsten Gründe

  • Schläger zu hochBeim Ausholen und beim Schuss bleibt der Schläger unter der Hüfte. Wer darüber schwingt, gefährdet den Gegner – das ist der häufigste Pfiff überhaupt.
  • Auf den Schläger geschlagenDen Ball darf man erobern, den Schläger des Gegners nicht bearbeiten: kein Schlagen, kein Halten, kein Anheben.
  • Mit dem Fuß gespieltDen Ball annehmen und stoppen darf man mit dem Fuß. Einen Pass zum Mitspieler nicht – und ein Tor mit dem Fuß zählt nie.
  • Im Torraum gestandenVor dem Tor ist ein Bereich markiert, in dem nur der Torhüter sein darf. Wer hineinläuft und ihn behindert, unterbricht das Spiel.

WÖRTER, DIE DU HÖREN WIRSTDamit du mitreden kannst

Zwei Minuten
Die übliche Strafe. Der Spieler geht auf die Bank, sein Team spielt so lange mit einem Mann weniger. Fällt in dieser Zeit ein Tor gegen sie, darf er zurück.
Überzahl
Die Mannschaft mit einem Spieler mehr. Die beste Gelegenheit im ganzen Spiel – deshalb wird es auf der Tribüne genau dann laut.
Freischlag
Kein Freistoß mit Mauer: Der Ball wird an der Stelle des Vergehens hingelegt und gespielt, der Gegner hält drei Meter Abstand.
Torhüter raus
Liegt eine Mannschaft in den letzten Minuten zurück, holt sie ihren Torhüter vom Feld und bringt einen sechsten Feldspieler. Alles oder nichts.

Das vollständige Regelwerk steht beim Österreichischen Floorballverband. Hier steht, was beim Zusehen hilft – nicht, was ein Schiedsrichter wissen muss.

AM BESTEN LIVE

Komm vorbei

Erklären hilft, zusehen hilft mehr. Der Eintritt zu den Heimspielen kostet wenig, die Halle ist laut, und nach zehn Minuten kennst du die Regeln, die hier stehen, ohne sie gelesen zu haben.